Referenten und Abstracts

Hier finden Sie demnächst alle Referenten von Hamburg T.R.E.N.D. 2014 mit Kurzporträt.

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Siechau, Stadtreinigung Hamburg

Begrüßung

Prof. Dr. Rüdiger Siechau ist seit 1995 Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg. Seit 2007 ist er Sprecher der Geschäftsführung. Seit 2009 hält er als Dozent regelmäßig praxisnahe Vorlesungen über aktuelle Themen der Abfallwirtschaft an der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Dr. Henner Buhck, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt

Begrüßung Handelskammer Hamburg

Dr. Henner Buhck ist seit 1999 Mitglied und seit 2010 Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt der Handelskammer Hamburg. Seit 2010 ist er zudem Mitglied des Plenums der Handelskammer Hamburg. Er ist seit dem Jahr 2000 geschäftsführender Gesellschafter der Buhck Gruppe in Hamburg, einem in der vierten Generation familiengeführten Umweltdienstleister, der mit 26 Unternehmen und über 600 Mitarbeitern in den Bereichen Entsorgung/ Recycling, Baustoffhandel sowie Rohr- und Kanalservice in der Metropolregion Hamburg tätig ist.

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Universität Ulm

Vortragsthema: Internationale Megatrends – Was kommt auf uns zu?

Eine Reihe von Megatrends sind für die nächsten Jahrzehnte von hoher Bedeutung. Sie werden unser Leben ganz wesentlich verändern und bestimmen. Auf sie gilt es sich einzustellen. Der Vortrag behandelt das Thema Megatrends allgemein und geht im Besonderen auf die folgenden 12 wesentlichen Trends ein: 1. Bevölkerungsentwicklung / Demographie, 2. Globalisierung, 3. Female Shift, 4. Konnektivität / Intelligente Systeme, 5. Urbanisierung, 6. Soziale Ungleichheit / Soziale Balance, 7. Ressourcen / Verbesserung der Ressourcenproduktivität, 8. Gesundheit, 9. Mobilität, 10. New work / New life / New family, 11. Technologie als Schlüssel, 12. Global Governance.

Oliver Leisse, SEE MORE – Institut für Trendforschung und innovative Strategien, Hamburg

Vortragsthema: Nationale Megatrends: Von der Evolution zur Revolution – Welche Veränderungen auf uns zukommen

„Auf Basis von Studien in aller Welt können wir ableiten, wie sich Märkte, Menschen und Marken schon in der nahen Zukunft verändern.“

Oliver Leisse, Geschäftsführer des Trendforschungsinstituts SEE MORE in Hamburg, beschreibt in seinem Vortrag, wie die internationalen Trends nun auch nach Deutschland kommen. Eine Revolution steht an, und sie betrifft fast alle Branchen. Wir haben es nicht nur mit vielen Konsumtrends zu tun, es gibt große Veränderungen, Megatrends, auf die wir vorbereitet sein sollten. Oliver Leisse, der für viele führende Unternehmen arbeitet, stellt mit vielen verständlichen Beispielen aus aller Welt eine Zukunft vor, bei der der Treiber der Mensch und sein Wille zur Veränderung ist.

 

 

Frank Leyhausen, MedCom International GmbH, Bonn

Vortragsthema: Demographischer Wandel – Seniorenfreundlich oder lebenswert für alle?

 

Frank Leyhausen verantwortet seit 2000 die Beratung von Unternehmen, NGOs wie auch staatliche Organisationen auf Bundes- und Landesebene bei der Bewältigung von Herausforderungen des demographischen Wandels. Im Fokus der Arbeit stehen praxisorientierte Konzepte, die das Altern der Gesellschaft nicht als Belastung oder Risiko bewerten, sondern die Potenziale und Möglichkeiten dieser gesellschaftlichen Entwicklung in den Vordergrund stellen. Durch ein internationales Netzwerk und die Mitarbeit in Verbundforschungsprojekten fließen globale „best pratice“ in die Lösungsentwicklung ein. Frank Leyhausen war vor seinem Wechsel zu MedCom International mehr als 10 Jahre in der financial service industry tätig.

Dr. Bertram Zwisele, ARGUS - Statistik und Informationssysteme in Umwelt und Gesundheit, Berlin

Vortragsthema: Einfluss des demographischen Wandels auf die Menge und Zusammensetzung von Haushaltsabfällen

Der demographische Wandel wird die Menge und Zusammensetzung von Hausmüll verändern. Dadurch sind Anpassungen in der gesamten Entsorgungskette erforderlich. Betroffen sind u. a. Anlagenkapazitäten, die Hausmüll- und Wertstofferfassung sowie Aufbereitungs- und Verbrennungstechnologien. Spezifische Abfallanalysen mit geschichteter Altersstruktur zur Ermittlung des demographischen Einflusses sind nicht bekannt. Der Einfluss der Altersstruktur wird aus Abfalldaten für Berlin (1990 bis 2014) sowie aus Berliner Bezirken mit unterschiedlichen Altersstrukturen und deren Verknüpfung mit relevanten Einflussparametern bestimmt. Da Änderungen des Hausmülls von einem ganzen Bündel an Einflussfaktoren abhängen, die durch empirische Erhebungen nicht ausgeblendet werden können, wird der Einfluss der Altersstruktur mithilfe einer multiplen Regressionsrechnung isoliert und quantifiziert.
Co-Autorin: Dr. Margarida Nogueira, Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)

Heino Jahn, AWM - Abfallwirtschaftsbetrieb München

Vortragsthema: Auswirkungen auf Entsorgungsunternehmen

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stehen einer großen Herausforderung gegenüber: dem demographischen Wandel. Die Abfallwirtschaft ist hiervon in zweifacher Hinsicht betroffen: Zum einen durch die älter werdende Kundschaft, zum anderen durch die älter werdende Belegschaft, was gerade bei schwerer körperlicher Arbeit, wie sie beim Abfalleinsammeldienst zu verrichten ist, eine besondere Herausforderung darstellt. Der demographische Wandel stellt einen ernst zu nehmenden Risikofaktor für die deutsche Wirtschaft dar. Die Überalterung der Gesellschaft ist nicht mehr zu stoppen. Dies hat und wird starke Auswirkungen auf die Belegschaft von Unternehmen haben. Die Frage ist, wie gut Unternehmen bzw. Arbeitgeber auf die Herausforderungen des demographischen Wandels vorbereitet sind.

Susanne Maisch, Geschäftsführende Gesellschafterin und Leitung Trendforschung / EARSandEYES GmbH, Hamburg

Vortragsthema: Trends im Konsumverhalten – wie Sehnsüchte Märkte verändern

Durch kontinuierliche Beobachtung der Gesellschaft über Markt- und Trendforschung identifiziert EARSandEYES Trends, die aktuelle und zukünftige Kundenbedürfnisse widerspiegeln. Das Institut ist somit in der Lage, Veränderungen und Strömungen wahrzunehmen und diesenach Mega- und Konsumtrends zu clustern. In der institutseigenen TrendMap werden dieTrends aufbereitet und mit Beispielen belegt, um sie für Unternehmen nachvollziehbar underlebbar zu machen. Der Vortrag gibt einen Einblick auf die sich verändernden Sehnsüchte der Konsumenten. Auf eine Gesellschaft, die mutig ist und neue Wege geht und deren Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben, nach Transparenz, Glaubwürdigkeit und Sinn. Auf Menschen, die nichtnur etwas erleben möchten, sondern auch etwas zu erzählen und zu sagen haben.

Günter Rademacher Stadtreinigung Hamburg

Vortragsthema: „Waste-to-go“ – Auswirkungen im Entsorgungsbetrieb

Megatrends beeinflussen auch die Abfallwirtschaft und die Straßenreinigung in einer Großstadt. Abhängig von den Ausprägungen der unterschiedlichen Trends in der jeweiligen Region, gibt es unterschiedliche Auswirkungen. Der Stadtstaat Hamburg, Tourismusmagnet und wachsende Stadt spürt besonders die intensivere Nutzung des knappen öffentlichen Raumes. Eine Vielzahl von Events und Veranstaltungen in der gesamten Stadt sorgen im Sommerhalbjahr beinahe an jedem Wochenende für zusätzliche Besucher. Mehr Müll, mehr Littering und mehr wilde Ablagerungen sind die Folgen. Der demografische Wandel ist ein weiterer Faktor, der mehr und mehr zu einer Neuausrichtung der Straßenreinigung führt. Der Vortrag gibt Antworten auf die Fragen zur Sauberhaltung einer wachsenden und sich verändernden Stadt.

Prof. Dr. Kerstin Kuchta, TUHH – Technische Universität Hamburg-Harburg

Vortragsthema: E-Schrott – Ein Produkt der modernen Wegwerfgesellschaft?

Technologische Innovationen führen zu immer kürzeren Nutzungszyklen von elektrischen und elektronischen Geräten und schaffen so die Abfallressource E-Schrott. Dabei scheint der Entledigungswille der Benutzerinnen nicht an die Funktionsfähigkeit gekoppelt, sondern mehr und mehr von „Moden“ und Statusdenken geprägt zu sein. Und da die „Letztjahresmodelle“ keinen positiven Imagewert mehr besitzen, wird in immer kürzeren Zyklen ausgetauscht und ersetzt. Vor diesem Hintergrund wird E-Schrott als der Abfall mit den höchsten Zuwachsraten weltweit bezeichnet und seine Menge nimmt auch im deutschen Hausmüll und den getrennten Erfassungssystemen stetig zu. Betrachtet werden Prognosen für das zukünftige Aufkommen von Elektroschrott in Hamburg und anderen Regionen nach Anzahl und Menge sowie die Bestrebungen der europäischen und deutschen Gesetzgeber zur Steigerung der Erfassungsmenge. Zusätzlich wird die „Beziehung“ der Nutzer und Nutzerinnen zu ihren Altgeräten, das heißt das Post-Konsumverhalten, beleuchtet.

Olaf Rintsch, Textil-Recycling K. & A. Wenkhaus GmbH, Hamburg

Vortragsthema: Am Beispiel von Textilien

Olaf Rintsch, Textilrecycler in der 4. Generation, 9 Jahre Weltpräsident der Textilsparte des B.I.R., 12 Jahre im Vorstand des FTR im BVSE. Kurze Vorstellung des Unternehmens Textil-Recycling K. & A. Wenkhaus GmbH (Textilsammler / Recycler seit 1914 in Hamburg). Fortfahren werde ich mit der Geschichte des Textilrecyclings und im Anschluss eingehen auf die Sortierung an sich sowie die Sortiertiefe von gebrauchten Textilien. Weiterhin wird es einen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre unserer Branche geben, unter spezieller Berücksichtigung der internationalen Nachfrage. Problematik illegal aufgestellter Altkleider- Sammelbehälter und deren Einfluss auf das Ansehen einer ganzen Branche. Abschließend ein Ausblick auf die Zukunft.

Frank Warschkow, STILBRUCH-Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg

Vortragsthema: Vom Sperrmüll zum Bestseller

Hinter der Abfallvermeidung steht die Wiederverwendung von Stoffen oder Gegenständen ganz oben in der Abfallhierarchie. Schon seit 2011 gibt es die STILBRUCH GmbH in Hamburg. STILBRUCH ist ein Tochterunternehmen der Stadtreinigung Hamburg und betreibt zwei Gebrauchtwarenkaufhäuser in Hamburg, in denen noch gebrauchsfähige Artikel aus dem Bereich Sperrmüll zum Verkauf angeboten werden. Sowohl aus ökonomischer, ökologischer und arbeitsmarktpolitischer Sicht ist STILBRUCH erfolgreich und das Gebrauchtwarenkaufhaus in Hamburg.

Reinhard Fiedler, Stadtreinigung Hamburg

Vortragsthema: Kommunikationstrends in der Abfallwirtschaft

Unternehmen, die ihre Zielgruppen differenziert informieren wollen, müssen die dafür geeigneten und aktuellen Medien und Informationskanäle wählen. Das Internet und besonders die sog. Sozialen Medien des Web 2.0 gewinnen immer mehr an Bedeutung im Kommunikationsmix. Gleichzeitig ist gerade das Web 2.0 von oft schwer vorhersehbaren Veränderungsprozessen geprägt. Textlastige Formate werden durch bildgeprägte Angebote ersetzt und selbst Fotos verlieren gegen kurze und gut gemachte Filme im harten Verdrängungswettbewerb um die Gunst vorwiegend der jüngeren Internet-Konsumenten. In vielen Unternehmen der Entsorgungsbranche bestehen mehr oder minder große Vorbehalte gegen Facebook, Twitter und Co. Dies führt dazu, dass diese und andere Kommunikationsplattformen falsch oder unzureichend genutzt werden.

Im Rahmen des Vortrags werden die Chancen und Trends des Web 2.0 als künftig unverzichtbare Plattform der Kommunikation dargestellt.

Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg

Grußwort der Freien und Hansestadt Hamburg

Jutta Blankau ist seit 2011 Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt. Zuvor war sie Bezirksleiterin der IG Metall Küste und stellvertretende Vorsitzende der SPD Hamburg. Als Senatorin ist es Jutta Blankau besonders wichtig, Ökonomie, Ökologie und soziale Fragen in einen Ausgleich zu bringen und Hamburg damit gerechter, grüner und stärker zu machen.

Hamburg als wachsende, attraktive Stadt mit hoher Lebensqualität ist immer in Bewegung. Laufend entstehen Trends und neue Ideen; diese müssen wir erkennen und uns in der täglichen Praxis darauf einstellen, damit die Abfall- und Ressourcenwirtschaft unter heutigen Bedingungen reibungslos funktioniert.

Dipl.-Ing. Jannika Schablitzki, Projektleitung André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA, Hamburg

Vortragsthema: Entwicklung und Tendenzen der Urbanisierung

Die post-liberale Stadt, die Stadt der Blöcke und Plätze, hat unsere heutige städtebauliche Entwicklung geprägt. Sie gilt als Grundlage für die Weiterentwicklung bestehender Quartiere. In unserer Zeit, in der ein „Tabula rasa“ nicht nur in der Architektur aufgrund demokratisch gefestigter Strukturen keine Möglichkeit mehr findet, ist dieser städtebauliche Ansatz zukunftsfähig. Die klassischen Ursprünge, die aus den sozialen Problematiken des 19. Jahrhunderts resultieren, finden in der heutigen Zeit ihre Entsprechung. Die Bürger haben die Stadt zurückerobert, es ist ihre Stadt. Zwischen Informationstransparenz und der Forderung nach Mitbestimmung bietet diese kontextuelle Komponente eine realisierbare Möglichkeit. Diese Urbanisierungstendenzen werden exemplarisch anhand von zwei städtebaulichenProjekten aufgezeigt.

Jörg Wagner, INTECUS GmbH – Abfallwirtschaft und umwelt integratives Management, Dresden

Vortragsthema: Neue Sammel- und Transportsysteme

Seit Einführung der Getrennthaltungspflicht für Verpackungen 1998 sind die sechs mengenspezifisch bedeutendsten Abfallströme aus Haushalten Restabfall, Bioabfall / Grünschnitt, sperriger Abfall, Leichtverpackungen, PPK und Glas. Diese Kontinuität sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei der Erfassung, ob politisch, juristisch, organisatorisch oder wirtschaftlich bedingt, immer wieder zu Anpassungen kommt, wie beispielsweise die flächendeckende Einführung der „Blauen Tonne“. Für Großwohnanlagen ist die Verbesserung des Wohnumfeldes traditionell ein wichtiges Thema. Der Vortrag möchte zwei aktuelle Trends bei der Abfallerfassung – die Sammlung von Restabfall in Unterflurcontainern und die Sammlung von Elektroaltgeräten in Depotcontainern – hinsichtlich Mengenströmen, Nutzerkomfort, System-/Logistikkosten näher beleuchten und das Einsatzpotenzial einschätzen.
Co-Autor: Marko Günther, INTECUS GmbH

Rüdiger Oetjen-Dehne, uec Berlin – Oetjen-Dehne & Partner Umwelt- und Energie-Consult GmbH

Vortragsthema: Entsorgungskonzepte in ländlichen Gebieten

Rund 21,1 Mio. Menschen lebten 2010 in dünn besiedelten bzw. ländlichen Gebieten. Diese sind, vor allem im Osten Deutschlands, stark von demographischen Entwicklungen wie zurückgehenden Einwohnerzahlen (-7 % bis 2025) und Überalterung betroffen. Immer weniger Einwohner müssen die Fixkosten für die bundeseinheitlichen Aufgaben der Abfallwirtschaft bezahlen. An verschiedenen Beispielen werden die Besonderheiten dieser Gebiete, die bisherigen Strategien zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft und die gewählten Ansätze zur Wahrung vertretbarer Gebühren erläutert. Anschließend werden verschiedene Trends aufgezeigt und Optimierungsansätze zur Verbesserung der Dienstleistung und zur Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft mit Schwerpunkt Bioabfall zur Diskussion gestellt.

Dr. Andreas Bruckschen, BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., Berlin

Vortragsthema: Am Beispiel der privaten Entsorgungswirtschaft

Die Urbanisierung ist ein Megatrend, auf den die Entsorgungswirtschaft in besonderer Weise Antworten finden muss, weil die Urbanisierung mit anderen Megatrends wie Klimawandel und Ressourcenschutz einhergeht. Vor diesem Hintergrund steht für die Entsorgungswirtschaft von morgen nicht mehr die Beseitigung von Abfall im Vordergrund, sondern eine intelligente Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft. Deutschland kann hierbei weltweit eine Vorreiterrolle einnehmen. Der Vortrag wird aufzeigen, wie dies möglich ist, indem nicht nur die technischen, logistischen und wirtschaftlichen Aspekte beleuchtet werden, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen diskutiert werden.

Birgit Nimke-Sliwinski, Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)

Vortragsthema: Megatrends – Wie beeinflussen sie Strategie und zentrales Handeln der Berliner Stadtreinigung?

Demographischer Wandel, Urbanisierung, Digitales Leben, Klimawandel – Schlagworte, die einige der Megatrends widerspiegeln, die heutzutage und zukünftig die Strategie und das zentrale Handeln von Unternehmen beeinflussen und prägen. Die Berliner Stadtreinigung stellt sich diesen Herausforderungen in Strategieentwicklung und Maßnahmen. Der Vortrag stellt ein Streiflicht über die verschiedenen Themenfelder im Handeln der BSR vor. Dabei werden unter anderem die veränderten Kundenansprüche, der steigende Altersdurchschnitt sowie das wachsende Umweltbewusstsein beleuchtet.

Roland Middendorf, aha Abfallwirtschaft Region Hannover

Vortragsthema: Am Beispiel Hannover

Megatrends sind langfristige und übergreifende Transformationsprozesse, die in der Entwicklung kommunaler Entsorgungsbetriebe über einen Zeitraum von Jahrzehnten entsprechend angepasste Strategien erfordern. Ob Urbanisierung, demographischer Wandel oder Ressourcenwirtschaft; die Herausforderungen begegnen den Unternehmen auf allen Ebenen und in allen Dienstleistungsbereichen. Vor dem Hintergrund dieser vielschichtigen Veränderungen gibt es für die kommunale Entsorgungswirtschaft die Aufgabe, die Daseinsvorsorge konsequent weiterzuentwickeln. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover, kurz aha, hat die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Dabei steht der Kunde weiterhin im Zentrum des Handelns.

Dr. Martina Ableidinger, Magistrat der Stadt Wien – MA 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark)

Vortragsthema:  Abfallwirtschaft im ¾-Takt – Beispiele und Erfahrungen aus Wien

Die MA 48 ist in Wien für Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und den städtischen Fuhrpark zuständig. Dr. Martina Ableidinger leitet den Betrieb der MA 48, jene Abteilung, welche die operativen Bereiche umfasst. In ihrem Vortrag präsentiert sie aktuelle Beispiele aus der Erfahrung. Trendthema Ressourcenschonung: Sammlung von Kunststoffflaschen in Gebieten mit Einfamilienhäusern, getrennte Sammlung von Dosen und Kunststoffflaschen durch die Straßenkehrer, Betrieb einer Kunststoffsortieranlage, Bereitung und Verkauf von Blumenerde aus Kompost. Trendthema geschlossene Entsorgungskette: Von der Sammlung über die Behandlung bis hin zur Verwertung und Deponierung, zeigt das Wiener Modell eine Lösung „aus einer Hand". Trendthema Stärkung der Eigenverantwortung: Eine moderne Abfallwirtschaft braucht auch die Mitarbeit der Bevölkerung. Besonders hinsichtlich Stadtsauberkeit setzt man nach Jahrzehnten der Aufklärungsarbeit auch auf Sanktionen zur Stärkung der Eigenverantwortung.